Portrait
 

Brunnen Escher-Wyss-Platz, 1969-72
© k.comiotto
 
Escher-Wyss-Platz
Die Brunnenplastik auf dem Escher-Wyss-Platz steht wie auf einer vom Verkehr umbrandeten Insel. Gegenüber der auf einem städtischen Platz üblicherweise anfallenden Stadtmöblierung wie Billetautomat, Hinweistafeln, Sitzbänke, Plakatständer und vor allem gegenüber den sie überspannenden Autobahnzubringer muss sie sich behaupten; schon mit ihrem kraftvollen Orange vermag sie zu dominieren. Yvonne Häfliger sagt von ihr, dass sie sich wie eine ‚Windenblüte entfächert’. In der Tat hat Fontana, als sie sich mit dem Entwurf der Escher-Wyss-Plastik beschäftigte, das Auf- und Zugehen von Winden im Zeitraffer gefilmt.
Drei Jahre ruhte das Projekt dieser Skulptur in den amtlichen Schubladen, bis es zur Ausführung kam. Die Vorurteile gegenüber Polyester, er sei nicht haltbar, Entsorgung unmöglich, die Farben würden in der Witterung unansehnlich, mochte zur langen Verzögerung beigetragen haben. Inzwischen dürfte es längst klar sein, dass Max Bill, der diese Plastik als die beste im öffentlichen Raum von Zürich pries, recht behalten hatte.